Wohn Keramik

Untergrund und Verlegung

Ein langlebiger Fliesenbelag beginnt mit dem passenden Untergrund. Wer dessen Zustand sorgfältig prüft, die Materialien aufeinander abstimmt und das Fugenbild vorab plant, schafft gute Voraussetzungen für dauerhaft schöne Wand- und Bodenflächen.

Den Untergrund prüfen und vorbereiten

Estrich, Putz oder vorhandene Fliesen stellen unterschiedliche Anforderungen an die Verlegung. Prüfen Sie zunächst, ob die Fläche fest, tragfähig, sauber und ausreichend trocken ist. Risse, lose Schichten und Unebenheiten müssen vor Beginn der Arbeiten beurteilt werden. Bei frischem Estrich gehört auch die fachgerechte Prüfung der Belegreife dazu.

Eine Kratz- und Wischprobe liefert erste Hinweise auf sandende oder kreidende Oberflächen. Wie solche Prüfungen funktionieren, erläutert die Anleitung zur Untergrundprüfung von Knauf.

Reinigen, ausgleichen und grundieren

Entfernen Sie Staub, Fett und lose Rückstände gründlich. Unebenheiten werden mit einer für den Untergrund geeigneten Spachtel- oder Ausgleichsmasse korrigiert. Die Grundierung richtet sich nach Saugfähigkeit und Material. Beachten Sie dabei die vorgegebene Arbeitsreihenfolge und die Trocknungszeiten des gewählten Systems. Bei Rissen sollte zunächst die Ursache geklärt werden.

Feuchtebereiche zuverlässig abdichten

In Dusche und Bad schützt eine fachgerecht ausgeführte Verbundabdichtung die darunterliegenden Bauteile. Fliesen und Fugen allein übernehmen diese Aufgabe nicht zuverlässig. Welche Flächen abgedichtet werden müssen, hängt von ihrer Wasserbeanspruchung ab.

Besondere Aufmerksamkeit brauchen Ecken, Wand-Boden-Anschlüsse, Rohrdurchführungen und Abläufe. Hier werden passende Dichtbänder, Manschetten und Anschlusslösungen in das Abdichtungssystem eingebunden. Einen Überblick bietet Schlüter-Systems zur Abdichtung unter Fliesen.

Verlegebild, Kleber und Fugen aufeinander abstimmen

Das Verlegemuster vorab festlegen

Kreuzfuge, versetzter Verband oder Fischgrät: Planen Sie das Muster zusammen mit Fliesenformat, Fugenbreite und Raumaufteilung. Eine lose ausgelegte Reihe hilft, Randzuschnitte und Anschlüsse einzuschätzen. Berücksichtigen Sie Türen, Nischen und sichtbare Raumachsen. Bei länglichen Formaten sind die Herstellerangaben zum zulässigen Versatz wichtig.

Den passenden Fliesenkleber wählen

Der Kleber muss zur Keramik, zum Untergrund und zur Beanspruchung passen. Auch Fußbodenheizung und Fliesenformat beeinflussen die Auswahl. Zahnung und Verlegetechnik werden so gewählt, dass eine ausreichende Bettung entsteht. Tragen Sie nur so viel Kleber auf, wie sich innerhalb der angegebenen offenen Zeit belegen lässt.

Sorgfältig verfugen und aushärten lassen

Verfugen Sie erst, wenn der Kleber entsprechend den Produktangaben ausreichend erhärtet ist. Stimmen Sie Fugenmörtel und Fugenbreite auf den Belag ab. Bewegungs- und Anschlussfugen müssen entsprechend ihrer Funktion ausgeführt werden und dürfen nicht starr vermörtelt werden.

Reinigen Sie die Fläche zum vorgesehenen Zeitpunkt mit dosiertem Wassereinsatz. Praktische Hinweise enthält die Knauf-Anleitung zum Verlegen und Verfugen von Bodenfliesen. Planen Sie die Freigabe zur Nutzung nach den Aushärtezeiten der verwendeten Produkte.